Ärzte Zeitung, 18.08.2016

Krankenhäuser

DGI plädiert für bessere infektiologische Versorgung

KÖLN. Die Auswertung von mehreren internationalen Studien zeigt nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI): Bei der Behandlung von Patienten mit im Krankenhaus erworbenen Infektionen haben Infektiologen eine Schlüsselrolle inne.

Die Auswertung ergab, dass etwa bei der durch Staphylococcus aureus ausgelösten Sepsis die Behandlung durch einen Infektiologen die Sterblichkeit der Patienten um rund die Hälfte senkt. Die DGI nimmt die Ergebnisse zum Anlass, auf Defizite in der infektiologischen Versorgung und Ausbildung in Deutschland hinzuweisen. Noch immer seien in vielen Krankenhäusern weder Infektiologen beschäftigt noch infektiologische Konsiliardienste etabliert. Das müsse sich dringend ändern, so die DGI. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »