Ärzte Zeitung, 18.08.2016

GKV-Finanzierung

Gröhe warnt vor Panikmache

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) übt harsche Kritik an SPD-Chef Sigmar Gabriel. Wer bereits ein Jahr vor der Wahl auf "Wahlkampfmodus schalte", tue sich und seiner Partei keinen Gefallen und laufe Gefahr, Stimmen aus der Bevölkerung zu verlieren. So kommentierte Gröhe auf seiner Sommerreise die Forderung des Wirtschaftsministers, nach einer Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung in der GKV.

Bei der Diskussion um höhere Zusatzbeiträge warnte er vor Prognosen, die von "übertriebener Spekulation und Panikmache" getrieben seien. Die Prognose übersteige bei Weitem die Einschätzung seines Ministeriums und des GKV-Spitzenverbandes. Er verwies auf die im Oktober erwarteten Ergebnisse des Schätzerkreises. "Ich bin mir sicher - ohne die Ergebnisse bereits zu kennen - , dass in diesen ein klarer Unterschied zu den Berichten in der BILD-Zeitung für das Jahr 2017 zu sehen sein wird." (jk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »