Ärzte Zeitung, 19.01.2017

Angeborene Erkrankungen

700 Diagnosen durch Neugeborenen-Screening in Sachsen

LEIPZIG. Im sächsischen Screeningzentrum für Neugeborene sind seit der Gründung im Jahr 1991 rund 940.000 Babys untersucht worden. Bei etwa 700 Kindern konnte eine angeborene Erkrankung entdeckt und frühzeitig behandelt werden, teilte das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zum 25. Jubiläum der Einrichtung mit.

Das Screeningzentrum für Sachsen ist in den Laboratorien des UKL und des Universitätsklinikums Dresden angesiedelt. Beim Neugeborenen-Screening wird den Säuglingen innerhalb der ersten vier Lebenstage eine Blutprobe aus der Ferse entnommen und binnen 24 Stunden untersucht. Mittlerweile können Mediziner so theoretisch 15 angeborene Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen erkennen. Zwischen Geburt, Befund und Behandlung liegen so oft nur wenige Tage oder gar Stunden. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vorhofflimmern schlägt aufs Hirn

Nicht nur ein Risikofaktor für Schlaganfall: Vorhofflimmern ist auch für das Gehirn gefährlich. Angststörungen und kognitive Einschränkungen sind Nebenwirkungen, so eine Studie. mehr »

Gericht urteilt über Diesel-Fahrverbote

Müssen Städte die Feinstaub-Notbremse ziehen und Diesel-Fahrzeuge aus den Innenstädten verbannen? Bejaht das Bundesverwaltungsgericht dies, könnte auch die Gesundheitswirtschaft in die Bredouille kommen. mehr »

Bei Diabetes "nicht gleich mit Verboten kommen!"

Professor Hellmut Mehnert ist eine wahre Kapazität auf dem Gebiet der Diabetologie. Anlässlich seines 90. Geburtstags sprach die "Ärzte Zeitung" mit ihm über Patienten-Motivation, Defizite und neue Therapie-Optionen. mehr »