Ärzte Zeitung online, 10.02.2017
 

Justizvollzug in Sachsen

Grüne fordern bessere Suchttherapie

DRESDEN/ZWICKAU Die im Bau befindliche Justizvollzugsanstalt in Zwickau-Marienthal muss nach Ansicht der sächsischen Grünen auch eine eigene Suchttherapiestation erhalten. Diese JVA ist ein gemeinsames Großprojekt der Länder Sachsen und Thüringen. Bis zu 900 der insgesamt 3600 Strafgefangenen in Sachsen gelten als abhängig von Crystal Meth, sagte die rechtspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Katja Meier. Weitere Therapieplätze seien "dringend geboten", fügte die Abgeordnete hinzu.

Nach Angaben von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) ist die Einrichtung einer suchttherapeutischen Abteilung in der JVA nicht vorgesehen. Sobald der Neubau fertiggestellt ist, soll unter anderem das Gefängnis in Zeithain schließen. Dort gibt es eine Therapiestation, deren Plätze in die JVA Torgau verlagert werden sollen. Die Grünen kritisieren, dass es nur ein Gefängnis in Sachsen geben soll, in dem stationäre Suchttherapie angeboten wird. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »