Ärzte Zeitung, 13.04.2017
 

Kommentar zum Frühjahrsgutachten

Gute Prognosen für Kassen

Ein Kommentar von Wolfgang van den Bergh

Gute Aussichten prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten. Trotz weltpolitischer Risiken sehen sie die deutsche Wirtschaft gut aufgestellt und korrigieren die Wachstumsprognose für 2017 von 1,4 auf 1,5 Prozent. Fürs nächste Jahr erwarten die Institute ein Wachstum von 1,8 Prozent.

Damit liegen die Institute im Prognose-Trend des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der bereits im März seine Prognose um 0,1 Prozentpunkt angehoben hat.

Positiver Begleiteffekt: Die Jobmaschine läuft auf hohen Touren und beschert möglicherweise eine Million neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Das wird die Haushälter bei den Krankenkassen freuen.

Im Unterschied dazu sind die Chefs der Wirtschaftsinstitute nicht ganz so euphorisch, denn sie rechnen damit, das einige Krankenkassen anders als in diesem Jahr im nächsten Jahr Zusatzbeträge erheben müssen. Dennoch gibt es keinen Grund, in das Lamento der Pessimisten einstimmen, die vor einem Abschmelzen der Überschüsse warnen.

Allerdings: Mittelfristig dürften die Wirtschaftsprognosen nicht so günstig ausfallen, sollten protektionistische Maßnahmen die Weltwirtschaft ins Stocken bringen.

Lesen Sie dazu auch:
Frühjahrsgutachten: Steigen 2018 die Zusatzbeiträge wieder?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »