Ärzte Zeitung online, 13.04.2017

Bundeswehrstudium

Dienst quittiert – das wird für Ärzte teuer

LEIPZIG. Bundeswehrärzte, die ihren Dienst vorzeitig quittieren, müssen dem Bund die Ausbildungskosten zurückerstatten. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Mittwoch. Es wies 15 Klagen ehemaliger Zeitsoldaten ab, die während ihrer Bundeswehrzeit auf Kosten des Bundes ein Hochschulstudium absolviert hatten. Die meisten ließen sich zu Ärzten ausbilden. Statt nach den geplanten zehn Jahren verließen sie die Bundeswehr schon nach zwei oder drei Jahren. Der Bund forderte daraufhin die Ausbildungskosten zurück – durchweg sechsstellige Beträge.

Die ehemaligen Zeitsoldaten seien zur Rückzahlung verpflichtet, urteilte das Gericht. Die Forderung stelle "einen angemessenen Ausgleich für die berechtigten, jedoch enttäuschten Erwartungen des Bundes dar, dass ihm der Soldat die auf Kosten des Bundes erworbenen Spezialkenntnisse und Fähigkeiten bis zum Ende der Verpflichtungszeit zur Verfügung stellen wird", hieß es. Lediglich Zinsen dürfe der Bund nicht verlangen. Zudem müssten geleistete Dienste angerechnet werden. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »