Ärzte Zeitung online, 28.04.2017
 

Schmonzette

Viel Weihrauch um nichts . . .

BERLIN. Es gelingt nur selten, die Ödnis parlamentarischer Routine zu durchbrechen – etwa dann, wenn die parlamentarische Anfrage eines Bundestagsabgeordneten zum 1. April eintrudelt. So geschehen, als der Linken-Parlamentarier Frank Tempel anfragte, ob die Regierung plane, Weihrauch angesichts seiner psychischen Wirkungen dem Betäubungsmittelrecht zu unterstellen.

BMG-Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU) ließ erkennen, die Regierung habe angesichts der besonderen Bedeutung von Weihrauch in Tempeln "seit längerem mit dieser Frage gerechnet". Die angeblich halluzinogene Wirkung, die Weihrauch zugeschrieben wird, erweise sich bei näherer Untersuchung als "alternatives Faktum". Der Wahrheitsgehalt dieser Mutmaßung lasse sich "bei nüchterner Betrachtung mit viel Weihrauch um Nichts zusammenfassen", antwortete Fischbach. (fst)

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