Ärzte Zeitung online, 10.08.2017

Altersarmut

VDK fordert höhere Mütterrente

MÜNCHEN. Zum Schutz von Frauen vor Altersarmut fordert der Sozialverband VdK eine Ausweitung der Mütterrente und einen eigenen Freibetrag von 200 Euro in der Grundsicherung für Rentenleistungen. "Es kann nicht sein, dass die wichtigste Säule der Altersversorgung in Deutschland weniger wert ist als private oder betriebliche Privatvorsorge, für die ja künftig ein Freibetrag gelten soll", sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, am Mittwoch in München.

Die in der auslaufenden Legislaturperiode erfolgten Nachbesserungen dürften nur ein Anfang sein. "Die bereits vollzogene Anhebung der Erziehungszeiten von einem auf zwei Jahre sollte vor allem alten Rentnerinnen zugute kommen. Doch leider bleibt dieses Mittel zur unmittelbaren Armutsbekämpfung für viele Betroffene derzeit wirkungslos", betonte Mascher. Sollte der Freibetrag für die Mütterrente nicht kommen, werde der VdK für die nächste Bundesregierung für "richtig Ärger" sorgen. Darüber hinaus müsse der generelle Rentensinkflug gestoppt werden.

"Wenn das Rentenniveau nicht stabilisiert wird, verliert die gesetzliche Rentenversicherung, die die wichtigste Säule der Alterssicherung ist, immer mehr an Tragfähigkeit und damit an Glaubwürdigkeit", betonte Marscher.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »