Ärzte Zeitung online, 13.10.2017

Hamburg

Testlauf für Shared Decision Making

HAMBURG. Das Krebszentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) testet ein Programm, das die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient standardmäßig in den medizinischen Alltag integriert. Das auf drei Jahre angelegte Programm umfasst Schulungen für Ärzte und Pflegekräfte und Informationsmaterialien für Patienten.

Entwickelt wurde es von einem Team um Dr. Isabelle Scholl, die im Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie des UKE die Arbeitsgruppe "Patientenzentrierte Versorgung: Evaluation und Umsetzung" leitet. Das Team will rund 1400 Krebspatienten, 150 Pflegekräfte und 70 Ärzte einbeziehen und befragen. Wenn Beteiligte einverstanden sind, sollen auch Patientengespräche aufgenommen und ausgewertet werden. Der ärztliche Leiter des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH), Professor Carsten Bokemeyer, begrüßt die Untersuchung. Nach seinen Angaben erfordern die zunehmend komplexeren Behandlungsstrategien eine bessere Aufklärung der Patienten, um sie an Entscheidungen über die Therapie teilhaben zu lassen. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »

Carvedilol für alte Diabetiker? Besser nicht!

Erhalten pflegebedürftige Diabetiker nach Herzinfarkt einen "diabetikerfreundlichen" Betablocker, sinkt zwar die Gefahr von Hyperglykämien. Ins Krankenhaus müssen sie trotzdem häufiger. mehr »