Ärzte Zeitung online, 12.02.2018

Fasnacht und Politik

Närrische Dauerbespaßung

Von Wolfgang van den Bergh

Während im Rest der Republik Menschen ihrem geregelten Arbeitstag nachgehen, herrscht in den närrischen Hochburgen Ausnahmezustand. Mainz, Düsseldorf, Köln - Dauerspaß und Lachen bis zum Abwinken. Wobei das Motto des Kölner Rosenmontagsumzugs am ehesten die aktuelle Situation der SPD umschreibt: "Mer Kölsche danze us der Reih. . ."

Von diesem Motto muss Kevin Kühnert irgendwie Wind bekommen haben: "Mer Jusos danze. . ." Er hat nun die heiße Phase seiner Charme-Offensive in Sachen No-GroKo gestartet. Kurz zuvor hatte ihm sein Vorsitzender mit dem Verzicht aufs Ministeramt die Schau gestohlen.

Wie der Verzicht und Martin Schulz' Rücktritt vom Parteivorsitz zustande gekommen sein sollen, darüber wird seit Tagen heftig spekuliert – von Schlangengrube und anderen parteiinternen Untiefen war die Rede. Und je häufiger die Granden der Genossen ein Ende der Personaldebatte fordern, umso weniger verschwindet sie aus den Schlagzeilen.

Und weil's so viel Spaß macht, versuchen sich einige CDU‘ler als Westentaschen-Revoluzzer – mit mäßigem Erfolg.

Fürwahr – tolle Wochen. Endlich profitieren mal alle in der Republik von der närrischen Dauerbespaßung. Berlin toppt Mainz & Co. . .

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »