Ärzte Zeitung online, 06.11.2008

Bundesgericht prüft Kostenerstattung für rezeptfreie Medikamente

KASSEL (dpa). Das Bundessozialgericht in Kassel beschäftigt sich am heutigen Donnerstag mit der Frage, welche Medikamente die Krankenkassen bezahlen dürfen. Deutschlands höchste Sozialrichter sollen klären, ob bei der Gesundheitsreform von 2004 die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente grundsätzlich von der Erstattung ausgenommen werden durften. Seitdem zahlen die Kassen nur noch für rezeptpflichtige Präparate.

Geklagt hatte ein 74 Jahre alter Mann mit einer Bronchitis, dem seit 25 Jahren ein rezeptfreies Mittel zum Abhusten verschrieben wurde. Unter Verweis auf das Gesetz wollte die Techniker-Krankenkasse die monatlich 28,80 Euro für das Mittel nicht mehr übernehmen. Eine Entscheidung der Bundesrichter wird noch am Donnerstag erwartet.

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