Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

Apotheker wollen engere Zusammenarbeit mit Kliniken

DARMSTADT(dpa). Eine engere Zusammenarbeit zwischen Apotheken und Krankenhäusern hat der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) angeregt. "Dies verbessert nicht nur die Versorgung des Patienten, sondern erhöht auch die Wirtschaftlichkeit", sagte ADKA-Präsident Holger Hennig in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Jahreskongresses seines Verbands in Darmstadt.

Zu dem viertägigen Treffen werden bis Sonntag rund 400 Apotheker und 300 andere Teilnehmer wie etwa Ärzte erwartet.

Schon bei der Aufnahme ins Krankenhaus könnten die Betreuung der Patienten verbessert und gleichzeitig Kosten gespart werden. "Wenn der Apotheker hier gleich mit eingeschaltet wird, kann er den Patienten nach dessen Medikamenten befragen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dem Arzt Ratschläge für die weitere Behandlung zu geben", sagte Hennig. "Qualität und Wirtschaftlichkeit werden verbessert, weil Unfug verhindert wird", meinte der 46-Jährige. "Eine genauere Versorgung des Patienten fördert das Gesundwerden und reduziert die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus."

Beim Verhältnis von Krankenhäusern und Krankenhausapotheken sei Deutschland im europäischen Vergleich Schlusslicht. "In Europa kommen auf 100 Krankenhausbetten statistisch gesehen 0,93 Apotheker, in Deutschland aber nur 0,3 Apotheker." Bundesweit gebe es 439 Krankenhausapotheken und 2100 Krankenhäuser.

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