Ärzte Zeitung, 10.09.2009

Kostenerstattung - Richter billigen höhere Eigenanteile

KASSEL (mwo) Wer in der GKV die Kostenerstattung wählt, muss höhere Eigenanteile für Medikamente zahlen. Die Kassen müssen nur den Betrag erstatten, den sie auch für direkte Sachleistungen bezahlen würden, urteilte das Bundessozialgericht (BSG).

Seit 2004 können sich gesetzlich Versicherte auch für die Kostenerstattung entscheiden. Wie Privatversicherte zahlen sie die Leistung dann zunächst selbst und reichen die Rechnung bei ihrer Krankenkasse ein. Apotheken gewähren bei einem Barverkauf aber nicht bestimmte Rabatte, die sie mit den Kassen vereinbart haben.

Trotzdem muss die Kasse nur den Betrag erstatten, den auch die Apotheke bekäme, urteilte das BSG. Zudem darf die Kasse einen Beitrag für den erhöhten Verwaltungsaufwand einbehalten.

Damit wies das BSG die Klage einer Rentnerin aus dem Saarland ab, die über die regulären Zuzahlungen hinaus bis über 16 Prozent der Arzneimittelpreise aus eigener Tasche gezahlt hatte.

Urteil des Bundessozialgerichts,

Az: B 1 KR 1/09 R

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

„Das ist keine Propagandaschlacht der KBV“

Einiges im geplanten TSVG stößt Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie denken, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »

Besseres Arbeitsklima könnte jeden zwölften Infarkt verhindern

Wer unter Mobbing oder Gewalt am Arbeitsplatz leidet, hat ein stark erhöhtes Risiko für Infarkte. Häufig betroffen: Sozialarbeiter, Lehrer – und Gesundheitsberufe. mehr »

TK senkt Zusatzbeitrag – Barmer nicht

Nach und nach geben die Kassen ihren Beitragssatz für 2019 bekannt – nun taten dies die Kassen-Schwergewichte TK und Barmer sowie zwei weitere AOKen. mehr »