Ärzte Zeitung online, 17.09.2009

Arznei-Ausgaben erneut um 5,3 Prozent gestiegen

BERLIN (dpa). Die Arzneimittelausgaben in Deutschland sind trotz aller Sparbemühungen im vergangenen Jahr erneut um 5,3 Prozent gestiegen. Insgesamt gaben die Kassen mit 29,2 Milliarden Euro deutlich mehr für Medikamente aus als für Arztbehandlungen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Arzneiverordnungs-Report 2009 hervorgeht.

Zu den Kostentreibern zählten neue Mittel etwa gegen Krebs. Viele Arzneimittel und Impfungen seien im internationalen Vergleich zu teuer. Mitherausgeber Ulrich Schwabe vom Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg forderte wirksamere gesetzliche Kostenbremsen.

Für den Report wurden 723 Millionen Verordnungen für gesetzlich Krankenversicherte ausgewertet.

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (7287)
Krankheiten
Krebs (5345)
Personen
Ulrich Schwabe (37)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

BGH schränkt Privileg der Arztbewertungsportale ein

Darf ein Arztbewertungsportal eine Praxis ungefragt listen? Ja, aber kein Arzt muss sich Werbung konkurrierender Praxen im direkten Bewertungsumfeld gefallen lassen. mehr »

Grippewelle so wild wie lange nicht

Achtung, hohe Influenza-Gefahr: Die Grippewelle tobt und hat den höchsten Stand seit Jahren erreicht. mehr »

Low-Fat-Diät ist genauso gut wie Low-Carb

Welche Diät bringt am meisten? Eine Studie der Stanford-Universität hat verschiedene Diäten verglichen und sich angeschaut, ob die Gene beim Abnehmen eine Rolle spielen. mehr »