Ärzte Zeitung, 07.10.2009

zur Großdarstellung klicken

Foto: DeVIce©www.fotolia.de

Arzneiausgaben steigen im Jahresverlauf um fünf Prozent

Wachstum ist geringer als in der Arzneimittelvereinbarung für 2009 vorgesehen

NEU-ISENBURG (fst). Die Arzneiausgaben zu Lasten der GKV entwickeln sich wie von KBV und Kassen vorgesehen.

Nach Angaben des Marktforschers IMS Health sind die Ausgaben für Arzneimittel und Impfstoffe im August um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen.

Lässt man die Impfausgaben außen vor, beträgt der Anstieg 5,8 Prozent. KBV und Kassen hatten in der Arzneimittelvereinbarung für 2009 eine Steigerung von 6,6 Prozent vorgesehen.

zur Großdarstellung klicken

Seit Jahresbeginn hat der Anteil von N3-Packungen um sieben Prozentpunkte zugelegt. Parallel dazu hat die Häufigkeit der Abgabe von N1-Packungsgrößen abgenommen.

In absoluten Zahlen sind die Ausgaben im Ferienmonat August im Vergleich zum Juli um knapp 350 Millionen Euro auf etwa 2,38 Milliarden Euro gesunken. Über den bisherigen Jahresverlauf gerechnet, haben die Arznei- und Impfausgaben um fünf Prozent zugenommen. Berücksichtigt man die Vakzine nicht, sind es sogar nur 3,9 Prozent.

Wenig Bewegung zeigt sich bei der Zahl der abgegebenen Packungen. Sie nahm insgesamt um 1,2 Prozent im Vergleich zum August 2008 zu. Etwas anders sieht die Entwicklung aus, wenn man das Wachstum nach Zähleinheiten beziffert. Dann beträgt die Zunahme 2,3 Prozent.

Hintergrund ist, dass der Anteil der abgegebenen N3-Packungen von 41 (Januar 2009) auf 48 Prozent (August 2009) zugenommen hat. Parallel dazu sank der Anteil von N1-Packungen im gleichen Zeitraum von 34 auf 27 Prozent.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »