Ärzte Zeitung online, 04.12.2009

SPD-Politiker Lauterbach kritisiert Arzneimittelpreise

BERLIN (dpa). Angesichts der angekündigten Zusatzprämien vieler gesetzlicher Krankenkassen hat der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach die hohen Kosten für Arzneien in Deutschland kritisiert.

Er sagte am Freitag im Deutschlandradio Kultur, ein Medikament könne in Deutschland bis zu 40 Prozent mehr kosten als in den Niederlanden oder der Schweiz. Grund sei die Stärke der Pharmalobby.

"Die Pharmaindustrie hat sich bislang immer durchsetzen können. Das hat immer über den Bundesrat und die Union funktioniert." Lauterbach nannte besonders Hessen als Standort vieler Pharmafirmen. Im aktuellen Koalitionsvertrag gebe es im Bereich Arzneimittel keinen einzigen Sparvorschlag mehr, so der SPD-Politiker.

Die meisten der rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten müssen im kommenden Jahr voraussichtlich höhere Beiträge zahlen. Der Kassen-Spitzenverband kündigte Zusatzprämien auf breiter Front an.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Marathon geht Amateuren richtig ans Herz

Wer sich als Amateur an einen Marathon wagt, ist trotz regelmäßigen Trainings kardial gefährdet. Studienautoren geben einen Tipp, um das Herz nicht so stark zu belasten. mehr »

„Das ist keine Propagandaschlacht“

Einige Passagen im geplanten Termineservice- und Versorgungsgesetz stoßen Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie zuversichtlich sind, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »

TK senkt Zusatzbeitrag – Barmer nicht

Nach und nach geben die Krankenkassen ihren Beitragssatz für 2019 bekannt - nun tat dies die Kassen-Schwergewichte TK und Barmer sowie zwei weitere AOKen. Es zeichnen sich sinkende Zusatzbeiträge ab, aber nicht bei jeder Kasse. mehr »