Ärzte Zeitung, 09.12.2009

Sawicki lässt Abrechnungen im IQWiG prüfen

BERLIN (dpa). Nach Berichten über die mögliche Ablösung von Professor Peter Sawicki erhält der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Unterstützung. Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Rainer Hess, sagte der "Tageszeitung": "Meine Befürchtung ist, dass bei einer Abberufung der Eindruck entsteht, Sawicki werde auf Druck der Industrie von der Politik abgelöst."

Rückendeckung kam auch von den Gesundheitsexperten von SPD und Grünen, Karl Lauterbach und Birgitt Bender. Sawicki selbst sagte, er stehe weiter zur Verfügung. Der "Spiegel" hatte berichtet, nach dem Willen der Koalition solle Sawicki nach Vertragsablauf 2010 ersetzt werden.

Unterdessen läuft in dem Institut eine Prüfung möglicher Fehler unter anderem bei Abrechnungen, Lieferungen und Vertragsabschlüssen. Nach Bekanntwerden der Überprüfung sei Sawicki am Dienstag zu einem "Krisengespräch" nach Berlin zitiert worden, berichtet die "FAZ".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Nicht mehr besEssen

Mit Essen gegen Essanfälle: Binge Eating-Patienten hilft ein Training, das sie per Expositionstherapie mit dem Verlangen konfrontiert. Der Erfolg ist vielversprechend. mehr »

Grünes Licht für höhere Pflege-Löhne

Die Pflegekräfte in Deutschland dürfen eine bessere Bezahlung erwarten: Das Bundeskabinett hat die entsprechende Gesetzesinitiative abgenickt. mehr »

Zitternde Merkel sorgt für Aufsehen

Der Zitteranfall von Angela Merkel beim Treffen mit dem neuen ukrainischen Präsidenten wirft Fragen zum Gesundheitszustand der Kanzlerin auf. Ärzte schätzen den Vorfall ein. mehr »