Ärzte Zeitung online, 09.02.2010

Regierung macht Tempo bei Sawicki-Nachfolge

Stelle des IQWiG-Leiters wird bald ausgeschrieben / Pläne für gesetzliche Änderungen gibt es "derzeit" nicht

BERLIN (fst). Die Bundesregierung plant derzeit keine Änderungen bei Struktur und Arbeit des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG), teilte der Deutsche Bundestag aus der Sitzung des Gesundheitsausschusses am Dienstag mit.

"Derzeit" gebe es keine Pläne für gesetzliche Änderungen beim IQWiG. Auch solle am Instrument der Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln "nicht gerüttelt werden", erklärte die Regierung.

Unterdessen läuft die Suche nach einem neuen Leiter für das Institut bereits an. Die Stelle werde schon bald öffentlich ausgeschrieben, erklärte die Bundesregierung im Gesundheitsausschuss. Im fünfköpfigen IQWiG-Vorstand, der die Personalie am 18. Februar beraten will, müsse die Entscheidung einstimmig getroffen werden. Die Neubesetzung ist nötig geworden, weil der Vertrag von IQWiG-Leiter Professor Peter Sawicki nicht über September 2010 hinaus verlängert wird (wir berichteten).

Es sei wichtig, schnell einen Nachfolger zu finden, um "den Ruf des Instituts nicht zu beschädigen", machte ein FDP-Parlamentarier deutlich.

Keine Auskunft konnte die Regierung auf Anfrage der SPD darüber geben, in welchem Zeitraum sie die Arbeit des IQWiG überprüfen will. Im Koalitionsvertrag von Union und FDP heißt es dazu, man wolle die Arbeit des Instituts "unter dem Gesichtspunkt stringenter, transparenter Verfahren überprüfen".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »