Ärzte Zeitung online, 10.02.2010

Rösler nimmt teure Arzneimittel ins Visier

BERLIN (dpa). Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will bei seinen Gesprächen mit Krankenkassen und Pharmaindustrie Einsparungen bei neuen, teuren Arzneimitteln prüfen.

"Komme ich zu dem Ergebnis, dass sich in diesem Bereich Einsparungen erzielen lassen, werde ich darauf drängen, dass diese nicht bei den Kassen verbleiben, sondern an die Versicherten weitergegeben werden", sagte Rösler dem Bremer "Weser-Kurier" (Mittwochsausgabe). Am Vormittag will Rösler mit Spitzenvertretern der gesetzlichen Kassen in Berlin Sparmöglichkeiten ausloten. In der kommenden Woche sind Gespräche mit der Pharmaindustrie geplant. SPD-Experte Karl Lauterbach warf Rösler Aktionismus vor. Die Spar-Vorschläge seien alle längst bekannt, sagte Lauterbach zur dpa.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »