Ärzte Zeitung, 01.11.2010

GBA-Chef Hess will Klarstellung des Ministeriums

BERLIN (af). Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) will bald geklärt wissen, inwieweit die Wirksamkeit einer Arznei in einem Zusammenhang mit ihrem Nutzen für die Patienten steht. Dazu werde er auf das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugehen, sagte GBA-Chef Rainer Hess am Montag in Berlin.

Von der geplanten Rechtsverordnung des Ministeriums über die Kriterien der Nutzenbewertung erwartet Hess keine gravierenden Unterschiede zur gegenwärtigen Praxis. Schaden nehmen könne aber die Selbstverwaltung.

Der Medizinrechtler Professor Stefan Huster von der Ruhruniversität Bochum warnte, die Selbstverwaltung könne in eine Schieflage geraten, wenn deren Interessen übergangen würden.

Er erwarte eine gesellschaftliche Debatte darüber, ob ein öffentliches Gesundheitssystem in Selbstverwaltung überhaupt noch steuerbar sei, sagte Huster.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »