Ärzte Zeitung online, 28.12.2010

Zahl der verordneten Opioide in fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen

BERLIN/ESCHBORN (maw). Im Jahr 2009 erhielten 1,26 Millionen Kassenpatienten starke Schmerzmittel, im Jahr 2005 waren es noch 1,05 Millionen. Somit erhielten vergangenes Jahr im Fünf-Jahres-Vergleich rund 20 Prozent mehr Patienten Opioide verordnet.

Diese Zahlen ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) anhand des Vergleichs von Rezeptdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Verordnungen an Privatpatienten wurden nach eigenen Angaben nicht berücksichtigt. Daten für 2010 liegen derzeit noch nicht vor.

Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hinweist, sei im betrachteten Zeitraum nicht nur die Anzahl der versorgten Patienten gestiegen, sondern auch die Anzahl der abgegebenen Packungen. Die Apotheken gaben demnach im Jahr 2005 rund 4,2 Millionen Packungen Opioide ab, 2009 waren es 5,7 Millionen. 2005 erhielten die Patienten durchschnittlich 4,0 Packungen pro Jahr, 2009 waren es durchschnittlich 4,5 Packungen. Auch der Anteil der N3-Großpackungen nahm laut ABDA zu - und zwar von 26 auf 34 Prozent.

Rund zwei Drittel der Patienten erhielten die Verordnungen mit starken Schmerzmitteln von Allgemeinmedizinern, gefolgt von Internisten mit rund 27 Prozent.

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