Ärzte Zeitung, 11.04.2011

Preisabschläge differieren nach Kassenart stark

FRANKFURT/MAIN (fst). Die einzelnen Krankenkassenarten profitieren unterschiedlich stark von Rabatten für Arzneimittel im Vergleich zu den Listenpreisen. Das hat das Beratungsunternehmen IMS Health für das Jahr 2010 ermittelt.

Am größten sind die Einsparungen bei den Landwirtschaftlichen Krankenkassen, wo Rabattarzneien im Schnitt 54 Prozent günstiger waren. Allerdings sind die Umsätze mit Rabattprodukten in Höhe von 48 Millionen Euro vergleichsweise gering.

Erwartungsgemäß die höchsten Umsätze verzeichnet das AOK-System mit 1,55 Milliarden Euro. Die Einsparungen betragen im Schnitt 29 Prozent. Die gleiche Höhe an Abschlägen können die Innungskrankenkassen verbuchen. Dort beträgt der Umsatz mit rabattierten Medikamenten 151 Millionen Euro.

Höher liegen die durchschnittlichen Rabatte bei den Ersatzkassen (33 Prozent, 1,27 Milliarden Umsatz), geringer sind sie dagegen bei den Betriebskrankenkassen (22 Prozent, 614 Millionen Euro Umsatz).

Insgesamt beliefen sich im vergangenen Jahr die Einsparungen im GKV-System auf 1,12 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Rabatt im Vergleich zum Listenpreis belief sich auf 29 Prozent.

Unterschiedliche Marktmacht oder die Art der Wirkstoffe könnten Gründe für die unterschiedlichen Preisabschläge sein, so IMS.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freunde hinterlassen Spuren im Gehirn – Rauchen auch

Sport, Alkohol, soziale Kontakte – die Lebensführung spiegelt sich im Gehirn wieder, so eine Studie. Und: Raucherhirne laufen auf Hochtouren. Doch das ist nicht positiv gemeint... mehr »

Schwerionen überwinden Tumor-Resistenz

Eine Bestrahlung mit Schwerionen bei Glioblastom kann offenbar auch sehr resistente Krebszellen abtöten. Damit könnte die Schwerionen-Bestrahlung die bessere Alternative zu Photonen sein. mehr »

Die Delegations-Hochburgen in Deutschland

Hausbesuch von NäPA oder VERAH? Geriatrisches Basisassessment durch MFA? Die Neigung von Ärzten, Arbeit zu delegieren, variiert zwischen den Regionen stark. Wie groß die Unterschiede sind, zeigt unsere Karte des Monats. mehr »