Ärzte Zeitung online, 19.10.2011

GBA sitzt an breiterer Substitution von Olanzapin

BERLIN (cw). Der Gemeinsame Bundesausschuss hat ein Stellungnahmeverfahren zur Austauschbarkeit diverser oraler Varianten des seit kurzem generischen Wirkstoffs Olanzapin beschlossen.

Demnach sollen Filmtabletten, Schmelztabletten, Tabletten sowie überzogene Tabletten als therapeutisch vergleichbar und somit austauschbar gelten.

Die Pharmaverbände sowie weitere Fachverbände haben jetzt vier Wochen Zeit, Einwände dagegen vorzubringen.

Die Beschäftigung des GBA mit der Austauschbarkeit von Olanzapin-Generika (Original: Zyprexa® von Lilly) geht auf die Anregung eines Pharmaunternehmens im Frühjahr zurück.

Darreichungsform des Originals nur selten berücksichtigt

Erst kürzlich hatte die AOK den Wirkstoff mangels Anbieterwettbewerb aus ihrer siebten Rabattausschreibung herausgenommen.

Denn bislang berücksichtigen lediglich zwei von 19 Generikafirmen, die die Substanz seit dem 1. Oktober vermarkten, die exakte Darreichungsform des Originalherstellers Lilly.

Diese zwei Präparate wären damit nach bestehender Rechtslage als einzige gegen das Original austauschbar. Lilly hatte 2007 die am häufigsten verordnete Form "Filmtablette" auf "überzogene Tablette" umgestellt.

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