Ärzte Zeitung online, 08.11.2011

Verkehrsminister will Arzneigesetz ändern

SAARBRÜCKEN (eb). Mit deutlichen Warnhinweisen auf Medikamenten will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Sicherheit auf deutschen Straßen erhöhen.

Dies geht nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" aus dem neuen Verkehrssicherheitsprogramm hervor. Ramsauer will seine Pläne am kommenden Donnerstag (10. November) in Berlin vorstellen.

Hintergrund des Vorstoßes ist, dass viele Autofahrer die Wirkung von Arzneien auf die Fahrtüchtigkeit unterschätzen. Experten vermuten, dass dadurch genauso viele Unfälle verursacht werden wie durch Trunkenheit am Steuer.

Ramsauers Pläne sehen offenbar ein Klassifizierungssystem für Arzneien nach europäischem Vorschlag vor.

Gespräche mit dem Gesundheitsminister

Dargestellt wird ein Fahrzeug in einem Warndreieck, das auf einer farblich abgestuften Skala in den Kategorien 0 bis 3 verschoben wird - von keiner über geringe bis mittlere und starke Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch das Medikament.

Ein Sprecher des Ministeriums bestätige der "Saarbrücker Zeitung", dass "eine angemessene Bezeichnung und Klassifizierung" von Arzneien zu ihren Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmer geplant sei.

Darüber würden nun "zeitnah" Gespräche mit dem Gesundheitsministerium stattfinden. In Deutschland gelten allein 1,5 Millionen Menschen als medikamentenabhängig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »