Ärzte Zeitung online, 21.12.2011
 

BPI: Pharmazie an der Uni Leipzig retten

BERLIN (fst). Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat mit harscher Kritik auf die geplante Schließung des Studiengangs Pharmazie an der Universität Leipzig zum Wintersemester 2012 reagiert.

BPI-Hauptgeschäftsführerin Professor Barbara Sickmüller bezeichnete es als ein "Armutszeugnis", dass das "traditionsreiche Leipziger Institut" für Pharmazie aus haushaltspolitischen Gründen geschlossen werden soll.

Wer die einzige Pharmazie-Fakultät in Sachsen schließe, "riskiert damit auf längere Sicht auch regionale Lücken in der Gesundheitsversorgung", warnte Sickmüller.

Gegenwärtig gibt an der Leipziger Fakultät 220 Studierende, 50 Pharmaziestudenten werden pro Semester aufgenommen.

Sickmüller wies darauf hin, dass Apothekenbesitzer in Deutschland schon heute überdurchschnittlich alt seien, bis 2020 gehe ein Drittel von ihnen in den Ruhestand.

Das sei eine Chance für den Nachwuchs. Vor diesem Hintergrund gelte es, "haushaltspolitische Lösungen zu finden, um den Studiengang zu erhalten", so Sickmüller.

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