Ärzte Zeitung, 16.07.2012

Regierung hält Arzneiversorgung für gesichert

BERLIN (fst). Nach Ansicht der Bundesregierung ist die Arzneimittel-Versorgung in Kliniken und in der ambulanten Versorgung "grundsätzlich gewährleistet".

Es habe zuletzt "einige wenige Fälle" gegeben, in denen in Krankenhäusern bestimmte Arzneimittel nicht ausreichend verfügbar waren, heißt es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Ursache dafür seien meist Qualitätsmängel bei der Herstellung einzelner Wirkstoffe gewesen.

Im Fall von Lieferengpässen hätten Apotheken nach Paragraf 73 Arzneimittelgesetz die Möglichkeit des Einzelimports von Arzneimitteln, heißt es.

Lieferengpässe seien nicht durch Preisvorschriften in Deutschland bedingt, zeigte sich BMG-Staatssekretärin Ulrike Flach (FDP) überzeugt.

Entsprechend sieht sie auch keine Lösung darin, Arzneimittel im Krankenhaus in die Arzneimittel-Preisverordnung einzubeziehen.

Die Abgeordnete Kathrin Vogler von der Linksfraktion warf der Regierung vor, sie rede die Probleme klein. Ihrer Ansicht nach sind Lieferengpässe "zumindest teilweise eine Folge von Konzentrationsprozessen" bei der Arzneimittelproduktion.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[17.07.2012, 06:58:11]
Harald Koegler 
Blaue Augen
Wenn ein Wirkstoff nur in einem Werk weltweit hergestellt wird, und dieses ausfällt, dann gibt es auch nichts zu importieren.

Koegler zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »