Ärzte Zeitung, 29.10.2012

Impfversorgung

Bahr sieht keine Probleme

BERLIN (dpa). Nach dem Rückruf zweier Grippeimpfstoffe ist Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Befürchtungen entgegengetreten, dass in diesem Jahr nicht alle geimpft werden können, die dies wollen.

"Alle diejenigen, die auch wie im letzten Jahr sich wieder impfen lassen wollen, können sich darauf verlassen, dass der Impfstoff zur Verfügung steht", sagte er Samstagabend in der ARD.

Im vergangenen Jahr seien 15 Millionen Impfstoff-Dosen benötigt worden, für dieses Jahr stünden bereits 14 Millionen zur Verfügung.

Engpässe in einigen Bundesländern seien lediglich ein logistisches Problem. Dieses müssten die Krankenkassen lösen, die die Verträge mit den Pharmaunternehmen ausgehandelt hätten, sagte Bahr.

Zwei Grippeimpfstoffe des Schweizer Unternehmens Novartis waren zurückgerufen worden, weil in Italien Ausflockungen gefunden worden waren.

Gesundheitliche Nebenwirkungen sind nach Angaben des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) aber nicht bekanntgeworden.

Ministerium bittet zu Tisch

Vertreter des Ehrlich-Instituts, der Krankenkassen und der Pharmahersteller wollen sich zu Gesprächen über die Impfstoffversorgung an einen Tisch setzen.

Das kündigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin an. Das Ministerium habe das Treffen angeregt.

KBV-Vorstand Regina Feldmann warnte vor einem Engpass bei der Grippeschutzimpfung zumindest in Teilen Deutschlands. Die Grippevorsorge sei insbesondere für ältere Menschen wichtig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

1,4 Millionen Krebstote für 2019 erwartet

In diesem Jahr könnten in der gesamten EU mehr Menschen an Krebs sterben als noch vor Jahren. Doch es gibt auch eine gute Entwicklung. mehr »

Um den ÖGD steht es schlecht

Große Sorgen um den Öffentlichen Gesundheitsdienst äußern Bundesärztekammer und Robert Koch-Institut anlässlich des heutigen ersten „Tags des Gesundheitsamtes“. mehr »

Viel fernsehen erhöht Darmkrebs-Risiko

Bewegen sich Menschen, die jünger als 50 sind, wenig, steigt offenbar ihr Risiko für Darmkrebs. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Nurses' Health Study. mehr »