Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Notfallverhütung

Linke für rezeptfreie "Pille danach"

BERLIN. Die Linksfraktion im Bundestag hat sich dafür ausgesprochen, Levonorgestrel-haltige Arzneimittel zur Notfallverhütung aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

Dabei beruft sich die Fraktion auf den Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), der diesen Schritt für die "Pille danach" empfohlen habe.

Präparate mit diesem Wirkstoff seien in 28 europäischen Staaten rezeptfrei erhältlich, heißt es. Zudem zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern, dass der Gebrauch regelmäßiger Verhütungsmittel nicht abgenommen hat, nachdem die "Pille danach" rezeptfrei wurde.

Die Linksfraktion weist darauf hin, dass die Apothekenpflicht des Präparats erhalten bliebe, so dass Apotheker "durch fachkundige Beratung einen sachgerechten Umgang" mit dem Arzneimittel gewährleisten könnten. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »