Ärzte Zeitung, 12.09.2014

Arzneiversorgung

Biosimilars bieten hohes Sparpotenzial

BERLIN. Der Branchenverband Pro Generika fordert faire Wettbewerbsbedingungen für die Entwicklung des Biosimilar-Marktes. Dazu müsse gehören, das die Krankenkassen darauf verzichten, mit den Herstellern von originalen Biopharmazeutika kurz vor deren Patentablauf Rabattverträge abzuschließen.

Für alle Marktteilnehmer müsse der Patentablauf der Originale "eine echte Stunde null" sein, so Pro-Generika-Hauptgeschäftsführer Bork Bretthauer. Außerdem sollten regionale Vereinbarungen, wie zum Beispiel in Sachsen, Bremen und Westfalen-Lippe dazu führen, das Biosimilars einen hohen Versorgungsanteil haben.

Nach einer Analyse des britischen Marktforschers GfK im Auftrag des Europäischen Generikaverbandes könnten allein durch Substitution der derzeit ausgabenstärksten Biopharmazeutika Humira®, Herceptin® und Avastin® in Deutschland binnen zehn Jahren nach Patentablauf 4,7 Milliarden Euro gespart werden.

Bei einer Konferenz in Berlin sicherte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, zu, dass die Koalition die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch Regionalvereinbarungen ersetzen will. (HL)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »