Ärzte Zeitung, 22.01.2015

"Pille danach"

BÄK empfiehlt Beratung nur durch den Arzt

BERLIN. Die Bundesärztekammer (BÄK) plädiert, die Packungsbeilage von Notfallkontrazeptiva solle die Empfehlung für die Frau enthalten, sich bei Fragen von einem Arzt beraten zu lassen.

Trotz der geplanten Entlassung der Wirkstoffe Ulipristalacetat und Levonorgestrel müsse Sorge getragen werden, dass das "Schutzniveau der betroffenen Frauen möglichst wenig abgesenkt wird", heißt es in der Stellungnahme zu dem Verordnungsentwurf, den das Bundesgesundheitsministerium vergangene Woche vorgestellt hat.

Dabei geht die BÄK davon aus, dass "Apotheken wie bisher ausschließlich im Rahmen der Packungsbeilage informieren". Vielmehr solle der verkaufende Apotheker die Kundin auf die Beratungsmöglichkeit beim Arzt verweisen, heißt es.

Desweiteren empfiehlt die BÄK, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte solle fünf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung eine Evaluation vorliegen. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »