Ärzte Zeitung online, 17.11.2015

AOK

Ärzte im Norden verordnen mehr Medikamente

KIEL. Medikamente im Wert von 600 Millionen Euro verordneten die niedergelassenen Ärzte in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr 2015 für ihre Patienten. Dies sind rund 20 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Durchschnitt bekam jeder gesetzlich Versicherte in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr Arzneimittel im Wert von 246 Euro verordnet.

Die Zuzahlungen der Patienten betrugen insgesamt 38 Millionen Euro oder 16 Euro jedes Versicherten. Diese Zahlen nannte die AOK Nordwest, die sich auf Angaben des GKV-Spitzenverbandes stützt.

AOK-Chef Martin Litsch macht für die steigenden Ausgaben die "Hochpreispolitik der Pharmaindustrie" verantwortlich. Er forderte die rückwirkende Geltung des Erstattungspreises. Dies könnte die GKV nach seinen Angaben um rund 250 Millionen Euro im Jahr entlasten. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »