Ärzte Zeitung, 22.12.2015

Arzneiversorgung

36 neue Wirkstoffe in diesem Jahr

Mit einer überdurchschnittlichen Innovationsbilanz schließt das Jahr 2015.

BERLIN. In dem nun zu Ende gehenden Jahr sind 36 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen eingeführt worden.

Der Verband forschender Pharmaunternehmen (vfa) sieht darin einen Beleg, dass die Produktivität der industriellen Forschung zugelegt hat. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren es 28 neue Wirkstoffe.

Allein 13 neue Arzneimittel dienen der Krebsbehandlung, jeweils fünf werden gegen Infektionen und Heiz-Kreislauferkrankungen eingesetzt.

Unter den fünf Wirkstoffen gegen Infektionen erweitern zwei das Therapiespektrum gegen Hepatitis C. Zwei weitere sind Antibiotika, die gegen multiresistente Bakterien wirksam sind.

Sieben neue Arzneimittel zählen zur stratifizierten Medizin; sie können erst dann verordnet werden, wenn ein Gen- oder zytologischer Test ihre Eignung für den individuellen Patienten bestätigt hat. Die Zahl dieser Arzneimittel hat sich inzwischen auf 45 erhöht.

Ein Drittel der neuen Arzneimittel haben Orphan drug-Status. Unter anderen handelt es sich um Arzneimittel gegen Hypophosphatasie, Morbus Gaucher und Mangel an lysosomaler saurer Lipase.

Für bereits auf dem Markt befindliche Wirkstoffe wurden neue Darreichungsformen entwickelt, unter anderem, um sie bei Kindern anwenden zu können.

So ist nun ein AIDS-Medikament verfügbar, das als Granulat bei HIV-positiven Kindern ab der vierten Lebenswoche eingesetzt werden kann. (HL)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Reiseimpfungen 2018 – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »

Mehr Trinken bringt kranken Nieren nichts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einen höheren Wasserkonsum nahezulegen, nützt nicht viel: Die Harnmenge nimmt etwas zu, doch die Nierenfunktion verbessert sich nicht. mehr »