Ärzte Zeitung, 15.07.2016

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Spiegel Online benennt "Pharma-Ärzte"

HAMBURG. Spiegel Online und das Recherchezentrum "Correctiv" haben in beachtlicher Kleinarbeit die Ärzte namhaft gemacht, die im Rahmen des vfa-Transparenzkodex bereit waren, dass Zahlungen der forschenden Pharmafirmen an sie persönlich publik gemacht werden.

Die Ärzte und Institutionen wie beispielsweise Unikliniken und Fachgesellschaften können auf einer Deutschlandkarte nach Orten oder Postleitzahlen gesucht werden: Sie sind in einer interaktiven Grafik benannt, und die Zahlungen oder geldwerten Leistungen der Hersteller an sie sind ausgewiesen.

Im Durchschnitt flossen demnach 1646 Euro an Ärzte, die sich zu Transparenz bekannten. Die Spannbreite reicht von knapp neun Euro Reisekostenerstattung bis über 100.000 Euro. Sechsstellige Beträge flossen an vier Ärzte.

Insgesamt 575 Millionen Euro, davon 366 Millionen Euro für Studien, zahlten die forschenden Pharmaunternehmen im Jahr 2015 (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Empfangen haben diese 71.000 Ärzte und Fachkreisangehörigen sowie an 6200 medizinische Einrichtungen, darunter Unis und Fachgesellschaften. (HL)

Der Artikel ist abrufbar unter: "Pharmalohn für Ärzte: Vielen Dank für die Millionen!"

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