Ärzte Zeitung, 09.01.2017

Nutzenbewertung

GBA bestätigt Zusatznutzen von Crizotinib

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat seine positive Entscheidung vom Mai 2013 bestätigt und für Crizotinib (Xalkori®) erneut einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen bei der Behandlung von Patienten mit vorbehandeltem Anaplastischen Lymphomkinase (ALK)-positiven, fortgeschrittenen nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) anerkannt.Die jüngst erfolgte Neubewertung resultiert aus der Entscheidung der Europäischen Kommission vom November, mit der die bedingte Zulassung des Wirkstoffs in eine reguläre Zulassung überführt worden ist. Der Beschluss des GBA gilt unbefristet.

Die GBA-Entscheidung stützt sich nach Angaben des Herstellers Pfizer auf Ergebnisse der offenen, randomisierten Phase-III-Studie PROFILE 1007 an Patienten mit vorbehandeltem, fortgeschrittenen ALK-positiven NSCLC, bei der Crizotinib mit einer Standard-Chemotherapie verglichen wurde. Der beträchtliche Zusatznutzen resultiere vor allem aus der signifikant verbesserten Lebensqualität gegenüber der Vergleichstherapie.

Im November 2015 hatte die EU Crizotinib auch die Zulassung für die Erstlinien-Therapie erhalten und vom GBA einen beträchtlichen Zusatznutzen anerkannt bekommen. (HL)

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (7714)
Organisationen
Pfizer (1451)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »