Ärzte Zeitung online, 16.01.2017

Drogenbeauftragte

Mortler lehnt generelle Freigabe von Cannabis ab

Cannabis soll bald als Medizin erhältlich sein. Ein Schritt zur Aufhebung des allgemeinen Cannabisverbots soll es laut der Drogenbeauftragten Marlene Mortler aber nicht sein.

BERLIN. An diesem Donnerstag will die Koalition im Bundestag einen Gesetzentwurf verabschieden, der schwerkranken Menschen den Weg zu Cannabis auf Rezept ermöglichen soll. Bereits im März könnte das Gesetz dann in Kraft treten.

Schwerkranken werde so ein besserer Zugang zu Cannabis gegeben werden, sagte die CSU-Politikerin Marlene Mortler am Montag beim Besuch einer Palliativstation in Berlin. Die Kosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden.

"Cannabis als Medizin ist mit Sicherheit kein Wundermittel", sagte sie, "aber jeder soll das Recht haben, dass es bezahlt wird, wenn es hilft." Eine Freigabe für den Freizeitkonsum lehnt sie jedoch ab. Mit steigender Verfügbarkeit würde nach ihrer Ansicht auch der Konsum steigen. (dpa)

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