Ärzte Zeitung online, 20.01.2017
 

Abrechnungspraxis

Regierung will Manipulationen bei Diagnosen unterbinden

Die große Koalition will Manipulation von Leistungsabrechnungen durch Ärzte und Krankenkassen unterbinden. Dies geht Medienberichten zufolge aus einem neuen Gesetzentwurf hervor.

BERLIN. Die Koalition reagiere mit dem Gesetzentwurf auf Berichte, wonach gesetzliche Krankenkassen bei der Abrechnung von Leistungen im großen Stil schummeln, berichtet die "Rheinische Post" in ihrer Freitagsausgabe.

Die Gesundheitsbranche steht im Verdacht, dass Kassen und Ärzte zum beiderseitigen finanziellen Vorteil die Patienten auf dem Papier durch sogenannten Up-Coding kränker machen, als jene es in Wirklichkeit sind. Das Gesetz solle sicherstellen, dass die Abrechnungen künftig nicht mehr manipuliert werden können.

Dafür solle die "zusätzliche Vergütung von Diagnosen, nachträgliche Diagnoseübermittlung" und eine diesbezügliche Beratung der Ärzte durch Krankenkassen verboten werden. Die Neuregelung solle an das geplante Heil- und Hilfsmittelgesetz angehängt und am 25. Januar in den Bundestag eingebracht werden. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »