Ärzte Zeitung online, 06.03.2017

Einigung bei Arzneigesetz

Keine Schwelle für Umsatz, Preis öffentlich

BERLIN. Die Gesundheitspolitiker der Koalition haben sich auf Änderungen am Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Stärkung der Arzneimittelversorgung verständigt. So soll es im ersten Jahr nach Markteinführung keine Umsatzschwelle geben, ab der dann der ausgehandelte Erstattungsbetrag gelten soll. Zudem solle es keine Vertraulichkeit über den Erstattungsbetrag geben, wie dies von der Industrie gefordert und im Pharmadialog vereinbart worden war. Dies war am Montag in Berlin aus Koalitionskreisen zu erfahren.

Gröhe wollte mit dem Gesetz im ersten Jahr nach Markteinführung eines Präparates eine Umsatzschwelle von 250 Millionen Euro einführen. Hintergrund dieser Regelung waren hohe Umsätze von Innovationen zur Behandlung von Hepatitis C. Diese sind zwischenzeitlich stark gesunken. (dpa/HL)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

WHO veröffentlicht die ICD-11

Nach 26 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation die Klassifikation der Todesursachen und Krankheiten auf eine neue Grundlage gestellt. Die ICD-11 ist am Montag veröffentlicht worden. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »