Ärzte Zeitung online, 20.07.2017

Niedersachsen

Gesundheitsministerin fordert verständliche Medikamenteninfos

HANNOVER. Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) hat verständlichere Packungsbeilagen von Medikamenten gefordert: "Wir müssen dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten die Beipackzettel verstehen – denn nur so erlangen sie die wichtige Kompetenz, für ihre Gesundheit richtig sorgen zu können."

Deshalb unterstützt Rundt die Forderung der Landesgesundheitsminister an das Bundesgesundheitsministerium, zu prüfen, ob es möglich ist, der Packungsbeilage eine laienverständliche Kurzform beizufügen.

Nach einer repräsentativen Meinungsumfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller schauen immerhin 61 Prozent der Patienten in den Beipackzettel, wenn es um die richtige Einnahme speziell von rezeptpflichtigen Medikamenten geht.

Andere Studien ließen erkennen, dass ein Drittel der Bürger sich mehr fachliche Ratschläge für die richtige Einnahme von Medikamenten wünscht. Primär beunruhigen sie die aufgeführten Nebenwirkungen.

Vor allem ältere Patienten scheitern an der Unverständlichkeit der Packungsbeilagen und nehmen die Medikamente nicht richtig ein oder beenden eigenständig deren Einnahme.

Nun will das Saarland zusammen mit der Universität, der Apothekerkammer, den Krankenkassen im Saarland und den Pharmahersteller eine Pilotstudie auflegen, hieß es. Sie soll Erfahrungen über eine laienverständliche Packungsbeilage sammeln. (cben)

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