Ärzte Zeitung online, 03.11.2017
 

Rabattverträge

Immer weniger Arzneien ohne Zuzahlungen

BERLIN. 2,1 Milliarden Euro haben GKV-Patienten im vergangenen Jahr an Selbstbeteiligung für Arzneimittel zuzahlen müssen, 300 Millionen Euro mehr als 2011. Die Zuzahlungen steigen auch deshalb, weil immer weniger Arzneimittel davon befreit sind. Aktuell sind es nur noch 5184 von 21.201 Medikamenten, für die es einen Rabattvertrag gibt, teilt der Deutsche Apothekerverband mit. Das ist eine Quote von 24,5 Prozent. Im Jahr 2008 waren noch 60 Prozent der rabattierten Arzneien zuzahlungsbefreit. Grund für diesen Trend ist die Senkung von Festbeträgen. Aufgrund neuer Rabattverträge haben die Kassen im Jahr 2016 rund 3,9 Milliarden Euro eingespart. Der Patientenbeauftragte des Apothekerverbandes, Berend Groeneveld sieht die Versorgung teilweise erschwert. Es gebe Erklärungsbedarf, weil Apotheker verpflichtet sind, Rabatt-Arzneien an Patienten abzugeben. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »