Ärzte Zeitung online, 02.02.2018

Tierhaltung

Maßnahmen gegen Einsatz von Antibiotika bei Tieren

Zur Resistenzvermeidung: Bundesrat fordert schärfere Regeln für den Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin.

BERLIN. Der Bundesrat hat von der Bundesregierung weitere Maßnahmen gegen den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung gefordert, um zunehmende Resistenzen in der Human- und Veterinärmedizin einzudämmen.

Grundsätzlich begrüßt die Länderkammer die geplanten Änderungen bezüglich der tierärztlichen Hausapotheken, verlangt aber zusätzlich Festpreise für Antibiotika. Damit sollen Rabattanreize durch den Verkauf großer Arzneimengen vermieden werden.

Außerdem soll der Bund eine Liste von Reserveantibiotika der Humanmedizin erstellen, deren Einsatz in der Tiermedizin eingeschränkt oder sogar verboten werden soll. Eine nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit trage erheblich zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes bei, so die Begründung der Länder.

Der Bundesrat fordert über die Pläne des Bundes hinaus ein Umwidmungsverbot für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für die Humanmedizin. In einem unter Umständen verpflichtend zu erstellenden Antibiogramm sollen die zu bekämpfenden Erreger auf ihre Empfindlichkeit gegenüber verfügbaren Antibiotika getestet werden. (bar)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »