Ärzte Zeitung online, 28.03.2018

Hepatitis-C

Therapiekosten doch nicht explodiert

BERLIN. Die neue Generation von Hepatitis-C-Arzneien hat weit weniger Kosten verursacht, als erwartet. Von fünf Milliarden Euro pro Jahr gingen Medienberichte noch im Jahr 2014 – dem Jahr ihrer Markteinführung – aus.

Tatsächlich erreichten die Hepatitis-C-Arzneien 2015 mit knapp 1,4 Milliarden Euro Bruttoverordnungskosten ihren Höhepunkt, hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) errechnet. Rund 22.000 Patienten wurden in diesem Jahr mit Hepatitis-C-Arzneien versorgt.

2017 sanken die Bruttoverordnungskosten auf unter 600 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2017 lagen sie laut Zi nur noch bei rund 126 Millionen Euro.

Auch im Jahr 2014 wurde die Milliarden-Marke nicht geknackt: Die Bruttoverordnungskosten lagen bei um die 700 Millionen Euro.

Der höchste Verordnungsstand sei im ersten Quartal 2015 erreicht worden, berichtet das Zi. Danach seien die Verordnungszahlen zurückgegangen, "weil immer mehr Patienten dauerhaft geheilt werden konnten". (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Ärzte über Hackerangriffe auf Schrittmacher wissen müssen

Überall dort, wo Online-Kommunikation betrieben wird, können auch Hacker ihr Unwesen treiben. Die Industrie reagiert auf potenzielle Gefahren, doch auf was sollten Ärzte achten? mehr »

Ethikrat gegen generelle Masern-Impfpflicht

Jede Person ist moralisch verpflichtet, sich und die eigenen Kinder gegen Masern impfen zu lassen, findet der Deutsche Ethikrat. Einen Impfzwang für alle Kleinkinder lehnt das Gremium ab. mehr »

Was Asthma mit Geschlecht und Alter zu tun hat

Experten beschreiben deutliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen, die unter Atemproblemen leiden. Manche sind psychogener Ursache, die sich erst nach vertiefter Anamnese offenbart. mehr »