Ärzte Zeitung online, 28.05.2018

Klein-Schmeink

Bitte mehr Tempo beim Arzneiplan!

Grünen-Politikerin: Vernetzung muss im Sinne der Therapiesicherheit endlich die Pilotphase überwinden.

MÜNSTER. Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, fordert in Sachen Arzneimitteltherapiesicherheit, die Lücke zwischen Anspruch und Realität endlich zu schließen: "Gerade Menschen mit vielen Krankheitsbildern haben einen Anspruch darauf, wirklich nur die Medikamente einzunehmen, die ihnen etwas nützen."

Deutschland brauche mehr Tempo bei der Digitalisierung und mehr Miteinander der medizinischen Berufsgruppen, forderte die aus Münster stammende Bundestagsabgeordnete anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Projekt InTherAKT (die "Ärzte Zeitung" berichtete).

"Pilotprojekte haben eindrucksvoll gezeigt, dass geregelte Programme eine hohe Wirksamkeit haben", so Klein-Schmeink. Deutschland sei noch weit davon entfernt, alle Leistungserbringer mit einzubeziehen und den elektronischen Medikationsplan zu nutzen.

"Die Verbesserung der Medikation um durchschnittlich 25 Prozent ist ein schöner gemeinsamer Erfolg, auf dem wir uns allerdings nicht ausruhen wollen", zieht Projektleiter Professor Jürgen Osterbrink Bilanz. Ein solches Vorgehen wie in Münster müsse in der Altenpflege Standard werden. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »