Ärzte Zeitung, 07.02.2013

Ivacaftor

Beträchtlicher Zusatznutzen attestiert

BERLIN. Deutschland ist auch mit der frühen Nutzenbewertung einer der weltweit attraktivsten Märkte für innovative Arzneimittel, sagte der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) Hecken am Donnerstag.

Zuvor hatte das Gremium dem Wirkstoff Ivacaftor einen beträchtlichen Zusatznutzen attestiert. Dies gilt für Jugendliche älter als zwölf Jahre und Erwachsene. Bei Kindern entfaltet das Arzneimittel zur Behandlung von Mukoviszidose nach Einschätzung der GBA-Vertreter immerhin noch einen geringen Zusatznutzen.

Als Medikament zur Linderung einer seltenen Krankheit (Orphan drug) mit einem Umsatz von unter 50 Millionen Euro gilt der Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt. Der GBA legt dann nur noch den Nutzengrad fest.

Ivacaftor war der 28. Wirkstoff, den der GBA einer frühen Nutzenbewertung unterzogen hat. Hecken zog am Donnerstag eine Zweijahresbilanz.

Etwa 64 Prozent der neuen Arzneimittel erreichten in Deutschland eine positive Bewertung. In anderen EU-Ländern sei dies nur bei knapp der Hälfte der Wirkstoffe der Fall. (af)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lebensmittelallergie kommt oft mit den Jahren

Viele Menschen glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »

Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. mehr »

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »