Ärzte Zeitung, 22.07.2014

AMNOG-Idee

vfa kritisiert GKV-Vorschlag scharf

NEU-ISENBURG. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat vor einer Verschärfung des AMNOG gewarnt.

"Wenn für ein neues Arzneimittel in Deutschland der Preis, den die Krankenkassen zahlen, erst im Nachhinein, etwa nach einem Jahr rückwirkend feststeht, wird die Einführung von Innovationen auf dem deutschen Markt und damit der Zugang für Patienten massiv gestört und verzögert", erklärte die vfa-Hautpgeschäftsführerin Birgit Fischer.

Der GKV-Spitzenverband hatte vergangene Woche im Rahmen einer GBA-Entscheidung vorgeschlagen, das AMNOG dahin gehend zu verändern, dass die zwischen Unternehmen und Kassen vereinbarten Erstattungsbeiträge auch rückwirkend vor der frühen Nutzenbewertung gelten können sollten.

"Eine solche gravierende Gesetzesänderung hätte weitreichende Folgen für die Patientenversorgung und wäre für forschende Pharma-Unternehmen untragbar", erklärt Fischer weiter. Für die Pharma-Unternehmen drohten "unkalkulierbare finanzielle Risiken durch Rückforderungen der Krankenkassen", heißt es in einer Mitteilung. (eb)

Topics
Schlagworte
Nutzenbewertung (402)
Personen
Birgit Fischer (387)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn im Dialog mit den Ärzten

Seit Monaten wird heiß ums Terminservice- und Versorgungsgesetz diskutiert. Heute stellte sich Jens Spahn direkt den Fragen der Ärzteschaft zu TSVG, Sprechstunden und Co. Das Wichtigste der Veranstaltung in 13 Tweets. mehr »

DEGAM fürchtet Rolle rückwärts

Es hakt bei der Umsetzung des Masterplans. Die Fachgesellschaft DEGAM will verhindern, dass zentrale Reformziele verwässert werden. mehr »