Ärzte Zeitung, 26.05.2015

Vildagliptin

GBA sieht erneut keinen Zusatznutzen

BERLIN. In Rahmen einer erneuten Nutzenbewertung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) seine ursprüngliche Entscheidung zu Vildagliptin bestätigt und dem Antidiabetikum keinen Zusatznutzen zuerkannt.

Eine abweichende Meinung im GBA hatte lediglich eine themenbezogene Patientenvertreterin, während sich die institutionalisierten Patientenvertreter den anderen Bänken des GBA anschlossen.

Positiv bewertete der GBA hingegen die fixe Wirkstoffkombi Ledipasvir/Sofosbuvir zur Behandlung der chronischen Hepatitis C. Hier waren sechs Untergruppen zu beurteilen.

Therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit Genotyp 1: Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen; therapienaive Patienten mit kompensierter Zirrhose, Genotyp 1: Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen; therapieerfahrene Patienten ohne oder mit kompensierter Zirrhose, Genotyp 1: Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen; Patienten mit kompensierter Zirrhose, Genotyp 3: kein belegter Zusatznutzen; Patienten mit einer HIV-Koinfektion , Genotyp 1: Anhaltspunkt für nicht quantifizierbaren Zusatznutzen; Patienten mit dekompensierter Zirrhose, Genotyp 1: Anhaltspunkt für einen nicht qualifizierbaren Zusatznutzen. Bei Genotyp-4-Patienten sahen Ärzte und Unparteiische einen Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen.

Für das Orphan Drug Ataluren zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie infolge einer Genmutation sah der GBA einen geringen Zusatznutzen. Der Beschluss ist zum 1. Juni 2016 befristet. (HL)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Warum bei Dicken das Hirn hungert

Das Gehirn von schlanken und fettleibigen Personen reagiert unterschiedlich auf Energiezufuhr, so eine Studie. Und: Es gibt dabei eine Parallele zwischen Übergewicht und Depression. mehr »

Ärzte kritisieren AfD-Anfrage im Bundestag

Ärzte beschuldigen die Fraktion "Alternative für Deutschland" (AfD), mit zwei gesundheitsbezogenen parlamentarischen Anfragen gezielt Stimmung gegen Migranten zu machen. mehr »

"Je härter der Knoten, desto höher die Krebs-Wahrscheinlichkeit"

Schilddrüsenknoten werden immer häufiger diagnostiziert. Warum das so ist, welche Untersuchungen zur Abklärung nötig sind und welche Methode immer bedeutender wird, erläutert der Endokrinologe Prof. Matthias Schott. mehr »