Ärzte Zeitung, 22.11.2016
 

Krankenhausgesellschaft

Nächste bürokratische Hürde für ASV?

DÜSSELDORF. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor einem Rückschlag für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV). "Zurzeit laufen 700 teilnehmende Kliniken Gefahr, ihre Zulassung zu verlieren", warnte DKG-Präsident Thomas Reumann beim Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf.

Der Grund für die Befürchtung: 2017 laufen die dreijährigen Übergangsfristen für die ersten ASV-Bereiche aus, dazu gehören die gastrointestinalen Tumoren oder die Tumoren der Bauchhöhle. Nach Einschätzung von Reumann macht es keinen Sinn, dass die bereits aktiven Kliniken jetzt neue Zulassungsverfahren mit rund 3000 Seiten umfassenden Anträgen durchlaufen müssen. "Es muss überprüft werden, ob diejenigen, die einen guten Job gemacht haben, sich diesen Prozeduren nochmals unterwerfen müssen", forderte er. Die DKG werde sich für einen vollständigen Bestandsschutz für alle bereits nach altem Recht zugelassenen ASV-Einrichtungen stark machen, kündigte Reumann an. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

"Gelegenheits-Chirurgie ist nicht akzeptabel"

Die Risiken, direkt im Zusammenhang mit einer Op im Krankenhaus zu sterben, sind in Häusern mit geringen Fallzahlen höher als in spezialisierten Kliniken. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »