Ärzte Zeitung, 05.06.2015

Hessen

HNO-, Augenärzte und Neurologen fehlen

FRANKFURT. Die KV Hessen hat ihren Datenreport über die Versorgungslage im Land erweitert.

Nachdem 2014 bereits Daten über die Versorgung in der Augenheilkunde, Gynäkologie, HNO, Pädiatrie sowie der Urologie veröffentlicht wurden, hat die KV nun im "Fachärztereport 2015" Daten von Chirurgen, Hautärzten, Nervenärzten, Orthopäden und Psychotherapeuten ausgewertet.

Demnach gibt es in der fachärztlichen Versorgungsebene hessenweit 28,5 freie Arztsitze, davon je sechs bei Augen- und Nervenärzten sowie 5,5 bei Neurologen.

Während in allen 26 Landkreisen eine Überversorgung bei Kinderärzten, Orthopäden und Psychotherapeuten herrscht, konnte die einzige deutliche Unterversorgung im südhessischen Odenwaldkreis in der Fachgruppe der Augenärzte festgestellt werden. In fünf Kreisen gibt es bei Nervenärzten, und in zwei Kreisen bei Chirurgen einen Versorgungsgrad unter 100 Prozent.

Die Daten der KV zeigen auch, in welchen Regionen besonders viele Patienten in Praxen den Nachbarlandkreisen mitversorgt werden. Ebenso zeigen sie, in welchen Kreisen Patienten wie viele Kilometer zur nächsten Facharztpraxis fahren.

Im Schnitt sind Patienten in Hessen beispielsweise zu einem niedergelassenen Chirurgen rund 13,41 Kilometer unterwegs, zu einem Hautarzt 11,62 Kilometer. (bee)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Lauterbach will Erstkontakte extra vergüten

"Erstkontakte sollen sich lohnen": Mit einem Sonderbudget für Erstkontakte bei Fachärzten will der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach Ungerechtigkeiten bei der Terminvergabe beseitigen. mehr »