Ärzte Zeitung, 23.07.2015

AOK-Studie

Fachärzte kritisieren Ärzteatlas

BERLIN. Der Ärzteatlas des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIDO) sorgt weiter für Unmut. Nach KBV und Hausärzteverband kritisiert jetzt auch der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) die in der vergangenen Woche veröffentlichten Daten.

Laut AOK-Studie tragen bundesweit 2300 Hausärzte zur Überversorgung bei. In Deutschland gebe es keinen Mangel, die Ärzte seien lediglich regional ungleich verteilt.

"Die aktuelle Veröffentlichung des WIDO verkennt in beeindruckender Weise die tatsächliche Situation der fach- und hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des SpiFa, Lars Lindemann, den Ärzteatlas.

Es gebe keinen Überschuss, sondern schon heute einen Mangel an Ärzten der meisten Fachrichtungen, der sich in den kommenden Jahren dramatisch verstärken werde. Das WIDO blende die demografische Entwicklung der Bevölkerung und der Ärzte aus. (chb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Die Therapiekünste eines Kung-Fu-Meisters

Ein Kampfsportler stößt mit seinem Gesundheitskonzept bei Medizinern auf Interesse. Ein Arzt ist sogar geneigt, von einem Wunder nach der Therapie durch Chu Tan Cuong zu sprechen. mehr »