Ärzte Zeitung, 13.08.2015

KV Sachsen

Bedarfsplanung braucht Generalrevision

DRESDEN. Die Bedarfsplanung muss nach Ansicht der KV Sachsen noch stärker als bisher geplant überarbeitet werden. Der mit dem Versorgungsstärkungsgesetz erteilte Auftrag, die Sozial- und Morbiditätsstruktur bei der Festlegung von Arzt-Einwohner-Verhältniszahlen zu berücksichtigen, sei "ein Schritt" zur besseren Abbildung der tatsächlichen Versorgungssituation, teilte die KV Sachsen mit.

Doch diese Verhältniszahlen müssten noch an anderer Stelle angepasst werden. So müssten auch die "veränderte Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen" und die neuen Möglichkeiten ambulanter Leistungserbringung berücksichtigt werden, erklärte die KV und verwies dazu etwa auf Katarakt-Operationen durch Vertragsärzte.

Außerdem dürfe nicht vergessen werden, dass die "Ressource Arzt" begrenzt sei: Der Wunsch nach einer Teilzeittätigkeit oder einer generell geringeren Arbeitsbelastung nehme bei der heutigen Ärzte-Generation zu. (lup)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »