Ärzte Zeitung, 15.12.2015

KV-Werbeaktion

Wer will Hausarzt an der Saar werden?

KV Saarland forciert Werbeaktivitäten, um Medizinstudenten für die Allgemeinmedizin zu begeistern.

SAARBRÜCKEN. Die KV Saarland startet jetzt die zweite Stufe ihrer Nachwuchsförderung, um vor allem dem drohenden Hausärztemangel zu begegnen.

Die KV unterstützt ab 1. Januar Medizinstudenten mit insgesamt 2000 Euro, wenn sie sich im Praktischen Jahr im viermonatigen Wahlbereich für das Fach Allgemeinmedizin entscheiden. Das hat jetzt die KV-Vertreterversammlung auf ihrer letzten Sitzung des Jahres 2015 in Saarbrücken beschlossen.

"Ziel ist die Stärkung der Allgemeinmedizin in der ärztlichen Ausbildung", sagte der stellvertretende KV-Vorsitzende Dr. Joachim Meiser. "Das Förderprogramm soll dazu beitragen, dass sich die angehenden Ärztinnen und Ärzte mehr als bisher mit dem Fach Allgemeinmedizin beschäftigen".

Darüber hinaus beschloss die Vertreterversammlung, auch die Famulatur in haus- und grundversorgenden fachärztlichen Praxen zu fördern - und zwar mit 250 Euro. Zusätzlich bieten die Kassenärzte Medizinstudierenden künftig ein Mentorenprogramm an. Die KV vermittelt interessierten Studenten dabei einen Mentor.

Weitere Projekte für die Nachwuchsförderung sind nach Angaben der KV bereits in Planung. Dazu gehören die Förderung der fachärztlichen Weiterbildung und die Übernahme von Kinderbetreuungs- und Umzugskosten, wenn sich junge Ärzte dazu entscheiden, eine Praxis auf dem Lande zu übernehmen oder zu eröffnen.

Bereits 2014 war an der Universitätsklinik in Homburg/Saar ein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin geschaffen worden. Die KV fördert den Lehrstuhl zehn Jahre lang mit 75 000 Euro pro Jahr. Anlass war vor allem, dass sich bislang nur wenige Medizin-Studenten für den Hausarztberuf entscheiden, obwohl der Bedarf an der Saar groß ist.

Nach Angaben der KV hatten im Saarland allein 2015 rund 100 Hausärzte das Rentenalter von 65 Jahren erreicht. (kin)

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[22.12.2015, 12:30:41]
Dr. Henning Fischer 
Roßtäuscher unterwegs:

Tatsache ist

- GKV-Honorare in 20 Jahren kaum gestiegen: O-Ton KVWL: die Kassen bezahlen nur 62% der erbrachten Leistungen.

- PKV-Honorare in 20 Jahren NICHT gestiegen

- Praxis im Zweifelsfall unverkäuflich

Wer darauf reinfällt ist selber Schuld.
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